
Der menschliche Organismus besteht aus einer Vielzahl von verschiedenen Systemen, die alle untrennbar miteinander vernetzt sind.
Knochen-/Skelettsystem, Muskeln, Bänder, Sehnen
Sie bilden zusammen den Stütz- und Halteapparat, das „Gestell“, an dem alles aufgehängt ist.
Fasziensystem
Faszien sind dünne, unelastische Häute (wie um ein Lendchen), die jeden Muskel, jedes Organ, jeden Knochen, jedes Gefäß und jeden Nerv umkleiden und alle ineinander übergehen. Sie bilden den Zusammenhang aller Gewebe und Systeme im Körper (wie ein innerer Taucheranzug). Zwischen ihnen verlaufen die Gefäße.
Gefäßsystem
Arterien und Venen; sie sind für die Ver- und Entsorgung des Körpers mit Nährstoffen, also den Stoffwechsel, zuständig.
Organsystem
Jedes Organ hat seine eigene Aufgabe, z.B. Herz = Pumpe, Leber und Nieren = Filter, Darm = Nährstofflieferant aus Nahrung.
Nervensystem, zentral und autonom (Gehirn), periphere Nerven
Nerven sind die „Lichtleiterkabel“ für den Befehls- und Informationsaustausch.
Lymphsystem
Lymphe ist die „Müllabfuhr“ des Körpers.
Hormonelles System
Hormone sind Botenstoffe für den Informationsaustausch.
Energetische und psychoemotionale Verbindungen
z.B. schlägt Aufregung auf den Magen; Liebeskummer kann vorübergehend die Herzfunktion beeinträchtigen; bei Ärger läuft einem die Galle über.
Leben ist Bewegung!
All diese Systeme müssen gegeneinander frei beweglich sein, um optimalen Stoffwechsel und bestmögliche Funktion zu garantieren, wobei wichtigere Strukturen von unwichtigeren geschützt werden (Hierarchie).
Verschiedene Arten von Stress wie z.B. Traumata, Operationsnarben, Giftstoffe und Entzündungen erzeugen Spannungen im Körper, die ihn aus dem Gleichgewicht bringen, ihn asymmetrisch werden lassen. Man kann sich das etwa wie einen Taucheranzug mit Knoten vorstellen. Als Reaktion darauf erzeugt der Körper eine Gegenspannung, einen zweiten „Knoten“, um wieder in seine Symmetrie zurückzukehren. Nach und nach ist die Fähigkeit des Körpers, diese Dysbalancen auszugleichen und zu kompensieren, erschöpft. Es entstehen Symptome wie zum Beispiel Schmerzen oder Bewegungseinschränkungen. Diese treten jedoch oft an einer anderen Stelle auf, als die ursprüngliche Funktionsstörung. So kann z.B. ein umgeknickter Fuß Rückenbeschwerden verursachen.

